Mittwoch, 8. Juli 2020

So schlecht war meine Saisonprognose 2019/20 nicht - Werkself leider überschätzt

Am Ende einer mehr als komischen Saison ist es Zeit, die niemalsmeister-Saisonprognose 2019/20 vom 31.7.2019 zu rekapitulieren. Niemand hätte damals gedacht, dass die Liga unter diesen Umständen zu Ende gespielt wird.

Irgendwie scheint meine Saisonprognose dahingehend Konstanz zu zeigen, dass ich wie im Vorjahr drei von vier Champions League-Teilnehmer richtig vorausgesagt habe ebenso wie einen Europa League Starter. Blöd nur, dass die Werkself der vierte Club ist, den ich in der Champions League gesehen habe, der jedoch den Gladbachern diesen Platz überlassen musste.

Und auch bei den Absteigern war meine Prognosekraft nicht schlecht, da ich sowohl Paderborn als auch Düsseldorf als Absteiger gesehen habe. Ihm Vorjahr hatte ich keinen Absteiger richtig gesehen.

Im einzelnen war ich davon ausgegangen, daß die Bayern es wieder, leider, Die Bayern blieben wieder in der Liga und auch im Pokal das Maß aller Dinge, auch wenn dies vielen  - so wie mir - nicht gefällt. Dortmund hatte ich nah dran gesehen, auch wenn es zum schluß nicht nah war und den Dosen hatte ich unter neuem Trainer auch einen Topplatz zugetraut. Unsere Mannschaft hat wie erwähnt mein Prognoseziel nicht erreicht, wobei ich dabei bleibe, daß wir dieses Ziel im Herbst aus den Augen verloren haben und nicht in der zweiten Halbserie. Die Gladbacher hatte ich auf Platz 6 gesehen und vom neuen Trainer viel Schwung erwartet. Insgeheim hat er für meine Fanbrille dann zuviel Schwung entfacht und den Champions League Platz erreicht. Wolfsburg hat ja dann den Feinschliff doch noch hingekriegt und landet wie von mir erwartet in der Europa League. Dort spielen dann auch die Hoffenheimer, die ich zwei Plätze tiefer einsortiert hatte.

Die Enttäuschung der Saison stellt bei meiner Prognose sicherlich Werder Bremen da. Ich hatte erwartet, daß die Mannschaft mit Schwung in die Saison kommt, da die Trainerkonstanz sich auszahlt. Platz 16 am letzten Spieltag und der Gewinn der Relegation gegen Heidenheim ohne dabei ein Spiel zu gewinnen läßt die Werderaner hauchdünn am Abstieg vorbeischrammen. Dabei war es vor allem die schwache Heimleistung mit nur zwei gewonnenen Heimspielen. Soviel Punkte kann man dann auswärts doch nicht holen.

Schalke hatte ich auf Platz 11 gesetzt, keine schlechte Prognose, auch wenn ich diesen Verlauf mit einer guten Hin- und mehr als katastrophalen Rückserie so nicht gesehen habe. Der Klassenerhalt von Köln und Union Berlin überraschten mich nicht. Bei Union war ich davon ausgegangen, dass die Euphorie den Verein trägt. Das war sicherlich auch bis acht Spieltage vor Schluss so gültig. Freiburger Konstanz hat sich wieder ausgezahlt. Und Augsburg und Mainz sind realistischerweise keine Übermannschaften und können nicht mehr reißen als sich kurz vor den Abstiegsrängen einzusortieren.

Bei Fortuna Düsseldorf war wie erwartet das zweite Jahr das schwerere. Und last but not least hat es auch Paderborn leider - aber wie erwartet - nicht geschafft, den Offensivgeist der zweiten Liga eins zu eins in der Bundesliga umzusetzen. 

Für viele Mannschaften ist die Saison jetzt zu Ende, für die Werkself allerdings noch nicht, denn Anfang August kommen die Glasgow Rangers zum Geisterrückspiel in die BayArena. Das waren noch Zeiten als wir in Glasgow im Hinspiel den 3:1 Sieg der Werkself feiern durften.

Bleibt alle gesund.

Montag, 6. Juli 2020

Auch zwei Tage später tut es noch weh

Leider hat die Werkself am Samstag versäumt das Ding zu holen. Es ist im Nachgang immer müßig darüber zu diskutieren woran es gelegen hat, deshalb will ich mich an der Spekulation auch gar nicht beteiligen.

Bedauernswert finde ich nur wie in den sozialen Medien wieder mit einzelnen Spielern und dem Trainerteam umgegangen wird. Da fallen Ausdrücke, die nur in den sozialen Medien fallen. Keiner von denjenigen mit diesen Beiträgen würde sich im Vier-Augen-Gespräch so ausdrücken, aber in den sozialen Medien ist man ja unerkannt.

Natürlich sind wir alle enttäuscht, aber wenn man mal ehrlich ist, dann war das erwartete Spielausgang, auch wenn ich mehr als Hoffnung hatte. Die Bayern spielen in einer anderen Dimension, auch wenn ich das persönlich nicht gut finde und dies der Liga auch nicht gut tut. Und ihren Vorbildcharakter haben sie sowieso verloren. Das wurde nicht nur nach dem Spiel deutlich als Rummenigge im ARD-Interview sagte, dass man sich Gott sei Dank in Berlin aufhält und nicht in Bayern, da die Corona Regeln in Berlin lockerer seien. Das geht meines Erachtens gar nicht.

Zudem muss der DFB auf mehr Neutralität achten. Auch wenn der Verband von adidas unterstützt wird, es geht nicht, wenn Herr Keller bei der Siegerehrung eine Maske mit großem adidas-Logo vorbildlich in die Kamera hält. Wir sollten nicht vergessen, dass der Bayern Präsident Herbert Hainer lange Zeit Vorstand bei adidas war und alle Deals mit eingefädelt hat. Gute Corporate Governance geht anders.

Aber wir sollten nicht auf die anderen zeigen. In guten wie in schlechten Zeiten: und tut es noch so weh .....Wir sind Leverkusen und unser Tag wird kommen.

 

Sonntag, 28. Juni 2020

Unsere Saison ist noch nicht zu Ende

Der verpasste Champions League Einzug war für mich ja schon letzte Woche klar, insofern beinhaltete der gestrige Samstag dann keine Enttäuschung für mich. Für viele Mannschaften ist die Saison zu Ende, für uns aber noch lange nicht.

Klar sind die Bayern am Samstag im Pokalfinale der große Favorit, aber wir haben in der Hinrunde in München gezeigt, dass wir sie schlagen können. Und irgendwann geht mal jede Siegesserie zu Ende, häufig gerade dann, wenn es keiner erwartet. Wir selber haben ja genügend Erfahrungen mit diesem Thema. Und in einem Spiel kann soviel passieren. Wir stecken unter keinen Umständen die Köpfe in den Sand, denn in einem Spiel ist alles drin, gerade auch für uns.

An die Europa League und das Rückspiel gegen Glasgow Anfang August denke ich heute noch nicht, aber dann geht es da auch Schlag auf Schlag weiter. Aber jetzt volle Konzentration auf das nächste Spiel, wir können die Bayern abkochen, keine Frage.

Unsere Saison ist noch nicht zu Ende

Samstag, 20. Juni 2020

Geerdet

Am Mittwoch waren unsere Jungs noch als Geisterderbysieger oben auf, aber nach der heutigen Niederlage bei Hertha ist die Stimmung aktuell eher am Nullpunkt angekommen. Nun können wir es nicht mehr aus eigener Kraft schaffen in die Champions League einzuziehen. Obwohl diese Aussage streng genommen so nicht richtig ist, denn die Werkself spielt noch in der EuropaLeague und seit einigen Jahren zieht der EuropaLeague Sieger im Folgejahr in die Champions League ein.

Realistischerweise sollten wir uns jetzt auf die EuropaLeague konzentrieren.  Wir haben den vierten Platz genabgenommen auch nicht heute in Berlin verloren. Die Werkself hat in der laufenden Saison beachtliche Leistungen auswärts gezeigt. Die Punkte haben wir alle zusammen zu Hause in der Hinrunde gegen Hoffenheim, Freiburg und Hertha und sicherlich auch im Geisterspiel gegen Wolfsburg liegen lassen. Das hätte dann gereicht.

Und wenn man ganz gehässig ist, dann kann man immer argumentieren, dass die EuropaLeague einen in noch richtige klassische Fussballstadien in Europa führt und nicht in irgendwelche Fussballtempel.

Und im Übrigen: die Werkself verliert nicht zweimal in zwei Wochen in Berlin.

Donnerstag, 18. Juni 2020

Geistersieger

Es ist schon brutal, wenn man 45 Minuten vor Spielbeginn auf der Autobahn auf dem Weg nach Hause am Stadion vorbeifährt, nicht abbiegt und den Platz im Stadion wieder gegen das Sofa tauscht.

Alles in allem ein verdienter Geistersieg gegen die Domstadt, auch wenn es nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer vielleicht nicht immer nach einem sicheren Dreier aussah. Aber letztendlich konnte der FC dem Tempo von Diaby nicht folgen. Die Basis für den Erfolg bildet sicherlich auch der breite Kader, wenn man locker Nationalspieler einwechseln kann und damit nicht an Qualität einbüßt.

Nach dem gestrigen Auftritt von Havertz geht die Diskussion um einen möglichen Transfer in den nächsten Tagen wahrscheinlich weiter, zumal in England und in Spanien die Saison gerade wieder restarted und der Fußball deutlich wieder stärker in den Vordergrund rückt. Die Werkself sollte sich aber von den Diskussionen nicht abschrecken lassen. Und seit gestern ist auch klar, dass die Europa League im August fortgesetzt wird. Noch haben wir alles in der Hand und schauen deshalb zuversichtlich in die nächsten Wochen.

Sonntag, 14. Juni 2020

Der Punkt kann noch wertvoll sein

Früher hätte man gesagt, dass ein Unentschieden auf Schalke ein gutes Ergebnis ist. In der jetzigen Situation ist es vielleicht ein Punktverlust, weil Schalke, die letzten 12 Spiele nicht gewonnen hat. Ich bleibe aber dabei, dieser Punkt kann in der Endabrechnung bei der Qualifikation um die Champions League noch wertvoll sein.

Jetzt also volle Konzentration. Köln zu Hause, Hertha auswärts und Mainz zu Hause sind im Normalfall für drei Siege und neun Punkte gut. Dann müssen wir nicht auf die anderen Plätze gucken. Konzentriert Euch Jungs, dann schafft Ihr das. 


Mittwoch, 10. Juni 2020

Berlin auf dem Sofa

Verdient, mehr als verdient und eigentlich zu keiner Zeit gefährdet war der 3:0 Sieg der Werkself gestern Abend beim Viertligisten Saarbrücken im Halbfinale des DFB-Pokal. Statistisch gesehen der erste Sieg der Werkself überhaupt im Saarland und der erste Sieg gegen Saarbrücken seit knapp 35 Jahren. Im Übrigen hat die Werkself natürlich auch seit 34,5 Jahren nicht mehr gegen Saarbrücken verloren. Dreht's Euch wie Ihr wollt.

Berlin auf dem Sofa: Berlin habe ich mir immer gewünscht und in den letzten Jahren auch immer schon zu Saisonbeginn ein Hotel zum Finale in Berlin gebucht. So auch dieses Jahr, aber auch schon vor Wochen - losgelöst vom sportlichen Weiterkommen der Werkself - wieder storniert. Dann also dieses Jahr Sofa. Und was sagt meine Bayer Finalstatistik. Wahrscheinlich genau das gleiche wie bei vielen anderen von Euch:
1993 - Sofa - gewonnen
2002 - Stadion - verloren
2009 - Stadion - verloren
2020 - Sofa - ?????

Auch wenn es mir im Herzen wehtut, aber es würde guttun, wenn diese Serie nicht reißt.

Sonntag, 7. Juni 2020

Schwamm drüber

Das war nicht unser Samstag gestern. Vielleicht haben wir den taktischen Fehler gemacht und sind zu offensiv in das bayern-Spiel gestartet. Der Anfang hat uns mit der Führung Recht gegeben, aber wenn man dann drei Stück bis zur Halbzeit kriegt, dann gibt's gegen die Süddeutschen nichts zu holen.

Und trotzdem hatte das Spiel für uns mit dem Tor von Florian Wirtz dann doch noch ein Highlight, ein Tor das lange Zeit in der Statistik stehen bleiben wird.

Dienstag Abend geht's dann zum Showdown ins Saarland. Das sind so Spiele, in denen man sich nur blamieren kann. Zieht die Werkself ins Pokalfinale, dann kriegst Du kein Lob, alle sagen haben sie ja erwartet. Und wenn nicht, dann bist Du der Depp der Nation. Lotte und Heidenheim lassen grüßen. Aber spielerisch und normal müsste das Ding eigentlich deutlich für uns ausgehen. Aber was ist in diesen Zeiten schon normal? Trotzdem zweifele ich nicht an der Werkself, dass sie erneut den Einzug ins Pokalfinale schafft. 

Samstag, 30. Mai 2020

Auch im dritten Geister-Auswärtsspiel erfolgreich

Die einen sagen, es war ein glanzloser Sieg, die anderen sagen völlig egal drei Punkte. Was zählt ist, dass die Werkself auch ihr drittes Auswärtsspiel hintereinander seit dem Re-Start gewonnen und damit die enttäuschende Heimniederlage gegen die Autostadt vergessen gemacht hat. Bemerkenswert in der Statistik aller Geisterspiele, dass die Entscheidung gestern nicht durch ein Standardtor fiel. Ich habe nicht nachgezählt, aber gefühlt fallen doch aktuell 75% aller Tore nach Standardsituationen.

Egal, drei Punkte, eine Woche Pause, dann kommen die Bayern und dann geht's nach Völklingen zum Pokalhalbfinale. Der fünfte Platz in der Liga ist uns seit gestern so gut wie sicher und damit schon mal die direkte Qualifikation für die Europa League. Keiner weiß aktuell sowieso nicht wie der europäische Wettbewerb nächstes Jahr aussieht. Aber wir werden auf jeden Fall dabei sein und die Chancen für die Champions League sind unverändert gut.

Mittwoch, 27. Mai 2020

Solche Abende gibt es leider

Natürlich hatte keiner von uns damit gerechnet, dass die Werkself nach den Auswärtssiegen in Bremen und Gladbach kein erfolgreiches Heimspiel gegen die Wölfe hinlegt. Die 1:4 Niederlage war deutlich und verdient, ohne Wenn und Aber. Positiv könnte man sagen, lieber in einem Spiel vier kriegen als viermal einen. Wenn es am Ende des Tages dazu gut war, eine neue Siegesserie zu starten, dann ist alles gut.

Deutlich wurde aber auch, dass ein abgemeldeter Kai Havertz das ganze Spiel ins Stocken bringt. Und eins habe ich in den letzten zehn Tagen mit Geisterspielen deutlich gelernt. Die Heimmannschaft ist benachteiligt. So gab es am letzten Samstag bei 9 Spielen nur zwei Heimsiege, gestern Abend gab es in acht Bundes- und Zweitligaduellen keinen Heimsieg. Und zudem fallen in der Geisteratmosphäre deutlich mehr Tore nach Standards. Davon hatten wir zweimal profitiert und gestern halt nicht.

Alles in allem also keine Angst vor dem nächsten Auswärtsspiel in Freiburg. Wichtig wäre nur, sich den einen oder anderen Standard zu erarbeiten, dann kann eigentlich statistisch gesehen nichts schief gehen.

Bleibt der Werkself gesonnen.

Samstag, 23. Mai 2020

Spass gehabt, wenn auch anders als sonst

Natürlich ist Spaß im Stadion anders als vor leeren Rängen zu spielen, aber irgendwie hatte ich mich schon seit Tagen auf den heutigen Nachmittag gefreut, denn Spiele gegen Gladbach hatten es in den letzten Jahren immer in sich. Und die Feststellung des Nachmittags lautet schlicht und einfach: Die Werkself bleibt weiter auf Erfolgskurs, die Defizite und der Punkterückstand auf die Top 4 ist nach der schwachen Hinrunde eliminiert und die letzten 7 Spiele können den Bayer am Ende dahin bringen wo er hingehört.

Auch wenn unsere Auswechselbank auch heute wieder megastark besetzt war, hat unser Trainer nur zweimal gewechselt. Das bringt für die nächsten Spiele zu Hause gegen die Autostadt und im Breisgau alle Möglichkeiten gut zu rochieren. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Breite des Kaders ein merkliches Plus in den nächsten Wochen darstellen wird. Insofern heißt es jetzt, den Abend zu genießen und nächste Woche weiter so spielen wie am Montag an der Weser und heute am Niederrhein. So macht es trotzdem Spaß die Werkself zu schauen, auch wenn der Spaß anders ist als sonst.   

Dienstag, 19. Mai 2020

Gelungener Re-Start

4:1 bei Werder Bremen gewonnen, den Rückstand auf die Königsklassen-Plätze um einen Zähler auf nunmehr einen Punkt gegenüber RB Leipzig verkürzt, in der Bundesliga zuletzt 16 von 18 möglichen Punkten geholt: Der Re-Start ist der Werkself am Montagabend glänzend gelungen.

Aber trotzdem ist aktuell nichts wie es mal war. Erschreckend im Vorfeld des Spiels die Diskussionen, ob DAZN jetzt übertragen darf oder nicht. Ich dachte immer, dass die Geisterspiele  dazu da sind, die hohen TV-Gelder auch zu vereinnahmen. Wenn kein Fernsehsender das Spiel übertragen hätte, dann hätte man es auch direkt sein lassen können.

Interessant, dass Amazon dann auch noch mit ins Boot gesprungen ist, um Reichweite zu generieren. Im Übrigen finde ich DAZN sowieso deutlich besser als Sky und Amazon eröffnet der Bundesliga auch neue Chancen. Aber das ist aktuell nicht die Zeit, dies zu vertiefen.


Es bleibt ein Auswärtssieg, ein gelungenes Debüt von Florian Wirtz und die Hoffnung, dass die Werkself am Samstag in Gladbach die Erfolgsserie fortsetzt. Die schnelle Rückkehr der Normalität in den Alltag ist und bleibt aber der TOP-Wunsch für uns alle.

Freitag, 13. März 2020

Endete in Ibrox die Saison?

Mit einem aus meiner Sicht nie gefährdeten 3:1 Auswärtssieg bei den Glasgow Rangers hat Bayer auch auf internationaler Ebene alle Möglichkeiten, die Runde der letzten Acht zu erreichen.

Aber verfolgt man die aktuelle Diskussion, dann ist das wahrscheinlich nur ein Muster ohne Wert, denn das Rückspiel ist bereits, wie auch die kommenden Bundesligapartien, abgesagt.

Ich bleibe dabei, Fußball ohne Fans ist ein Muster ohne Wert. Verschiebt die EM 2020 um ein Jahr, auch wenn es der UEFA schwer fällt, dies den Sponsoren beizubringen, aber das ist die gesellschaftliche Verantwortung. Setzt die Liga erstmal bis Ostern aus, dann hat man einen besseren Überblick und kann gegebenenfalls neu entscheiden. So verschafft man sich aber Luft. Und vor allem, streicht auch die FIFA Abstellungsperiode Ende März ersatzlos.

Dies ganze Hick Hack der letzten Tage mit Geisterspielen, dann doch Absage, der eine spielt, der andere nicht, das ist und bleibt auf Deutsch Murks.

Sonntag, 8. März 2020

Das war ein nie gefährdeter Heimsieg gegen Frankfurt

Der außenstehende Fußballfan mag solche Spiele eigentlich nicht, denn 86 Minuten lang war klar, wer als Sieger vom Platz geht, nachdem Youngster Havertz die Werkself früh in Führung gebracht hat. Es war nachher eine Mischung aus einer guten Werkself-Leistung und einer schwachen Frankfurter Vorstellung.

Die Fans hatten Paulinho mit häufigeren Auftritten gefordert, der Trainer hat Paulinho erstmals - mit sechs Rotationen im Vergleich zum Pokalspiel - in die Startelf geworfen, und Paulinho macht zwei Hütten. Das nennt man doch mal gelungen und gibt Selbstvertrauen für den weiteren Saisonverlauf.

Im übrigen fällt auf, dass die Werkself bislang die Belastung aus den englischen Wochen wegsteckt und es ensteht nicht der Eindruck einer gewissen Müdigkeit, die in den Vorjahren in solchen Belastungszeiten immer zu erkennen gewesen war. Unser Trainer rotiert auch viel und das gibt Luft für die neuen Aufgaben und ist sicherlich ein Grund für den bislang in 2020 herausragenden Erfolg.

Donnerstag jetzt Glasgow Rangers in Ibrox. Sportlich machbar und für die Zuschauer interessant. Auf geht's Werkself, die Serie kann Bestand haben.

Freitag, 6. März 2020

Hauptsache im Lostopf

Als sich beim Pokalspiel gegen Union nach etwa 10 Minuten bedrückende Stille in der BayArena breit machte, war klar, dass der Fussball nur noch Nebensache war. So machte ein medizinischer Notfall in F1 die Partie zu einem Geisterspiel. Danke auch an die Union Fans für das Einstellen der Unterstützung, aber manchmal gibt es wichtigere Dinge im Leben. Bis zur Halbzeit war die Lage entschärft und der betroffene Bayer Fan war nach erfolgreicher Reanimation auf dem Weg ins Krankenhaus.

Das war auch der Startschuss für die Werkself den 0:1 Halbzeitrückstand wett zu machen. Mit der Unterstützung des kurz zuvor eingewechselten Karim Bellarabi gelang dann auch der Ausgleich und als sich der Gegner dann schon auf die Verlängerung einstellte köpfte Charles den Ball zum umjubelten 2:1 ins Netz. Diabys Baby-Tor zum 3:1 in der Nachspielzeit machte alles klar.

Damit ist Karim jetzt auf der Union-Seite wahrscheinlich der gefürchteste Stürmer, hatte er doch vor gut zwei Wochen beim Ausärtsspiel der Werkself in Berlin von der Einwechselbank kommend in der Nachspielzeit zum Siegtor für die Werkself genetzt.

Sonntag ist Auslosung und unser Logo liegt mit drei anderen im Topf. Nach drei Heimspielen im Pokal in Folge spricht statistisch vieles für ein Auswärtsspiel. Das kann Bayern oder Frankfurt sein, aber auch Saarbrücken. Wunschlose werden sowieso nicht berücksichtigt, man muss nehmen was kommt. Aber vorher volle Konzentration auf das Heimspiel am Samstag gegen Frankfurt. Das 6:1 aus der vorhergehenden Saison zu wiederholen wäre ein Wunsch für Samstag, wenn es dann doch Wünsche gibt.


 

Sonntag, 1. März 2020

Zu stark für den Tabellenzweiten

Bayer präsentierte sich auch drei Tage nach Porto in einer guten Verfassung, so dass der hochgelobte Tabellenzweite RB Leipzig die Werkself zu Hause nicht schlagen konnte. Klar, ein Dreier hätte uns näher an die Top 4 gebracht, mit dem Punktgewinn bei den heimstarken Dosen können wir zufrieden sein.

Und jetzt geht's weiter mit den englischen Wochen und im Viertelfinale kommt Union am Mittwoch ins Haberland.  Auch wenn wir die in dieser Saison schon zweimal geschlagen haben, ein Selbstläufer wird das unter keinen Umständen. Da muss es auch wieder heißen, dass die Mannschaft diese Aufgabe voll konzentriert angeht.

Freitag, 28. Februar 2020

Die magische Nacht von Porto

„Porto gegen Bayer chancenlos", „Bayers erstaunlicher Sieg“ das sind bereits einige Minuten nach dem Abpfiff die Headlines der Nachrichtenagenturen, nachdem sich die Werkself mit einem 3:1 Auswärtssieg in Porto für die nächste Runde der EuropaLeague qualifiziert hat.

Eigentlich war es ein völlig unspektakulärer Abend wie ich ihn mag, wenn unsere Mannschaft nach dem Hinspielsieg früh in Führung geht und nichts anbrennen lässt. Zu keinem Zeitpunkt des Spiels hatte man das Gefühl, dass das Logo von Porto am Freitag in der Lostrommel liegen wird.

Ballbesitzanteile und Passquoten waren in Porto nicht so wichtig. Der Gegner hätte nur zu gern die hoch stehende Bayer-Mannschaft gehabt, die man aus vielfach in der Liga gesehen hat, um sie mit gewonnenen Zweikämpfen und Kontern aus dem Wettbewerb geworfen. Das ging aber nicht, denn Bayer 04 hatte von Beginn an fast die gesamte Mannschaft hinter dem Ball.



Sonntag, 23. Februar 2020

Solche Spiele haben wir früher nicht immer gewonnen

Ich kann mich noch genau an die Zeiten erinnern, an denen die Werkself nahezu immer nach einem internationalen Auftritt das nächste Spiel vergeigt hat. In der momentanen Tabellenkonstellation können wir uns da nicht leisten, da wir uns noch im Aufholmodus befinden.

Und die Werkself ließ auch beim 18. Aufeinandertreffen zwischen den Puppenspielern und Bayer diesmal nicht anbrennen. Klar kann man immer darüber diskutieren, ob der Sieg nicht höher ausfallen müsste. Wichtig für mich sind nur die drei Punkte, denn wi rhaben schon gegen Mittelfeldmannschaften wie Freiburg und Hoffenheim zu Hause ein paar Punkte liegen lassen.

Und wichtig ist, dass unser Trainer gut rotiert hat, schließlich liefen zu Beginn 5 neue Spieler auf, die gegen Porto nicht in der Startelf gestanden haben. also ist der heutige Heimsieg auch ein klares Zeichen für die Breite im Kader.

Freitag, 21. Februar 2020

Guter Start in englische Wochen

Jetzt geht es in allen Wettbewerben Schlag auf Schlag und eine englische Woche folgt der anderen. Mit dem 2:1 Heimsieg gegen Porto ist der Werkself hier zweifelsohne ein guter Start gelungen. Natürlich heißt 2:1 noch nicht weiterkommen, aber ein wichtiger Grundstein ist gelegt. Da hat es durchaus schon mal schlechtere Voraussetzungen vor dem Rückspiel gegeben.

Die Erkenntnis des gestrigen Abends ist eigentlich auch ganz klar. Mit Tapsoba haben wir einen bärenstarken Abwehrspieler verpflichtet, der sich erneut durch ein exzellentes Stellungsspiel auszeichnete. Von seinem ganzen Bewegungsabläufen her hatte man immer das Gefühl, dass Danny da Costa zurückgekommen ist. Natürlich gabe es auch Enttäuschungen. Für mich konnte Demirbay erneut nicht die Hoffnungen erfüllen, die sich alle von seiner Verpflichtung erhofft haben. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Auch so hat es zu einem eigentlich nie gefährdeten 2:1 Heimsieg gereicht.

Montag, 17. Februar 2020

Karim macht aus einem verlorenen einen gewonnen Tag


Bis 17.22 Uhr war es am Samstag beim Auswärtsspiel bei Union Berlin eher ein verlorener Tag. Doch dann netzt Karim zum 3:2 Auswärtssieg und den Dreier für den Bayer. Doch der Reihe nach.

In der Anreisebeschreibung für Bayer-Fans nach Köpenick hieß es: Fahrt mit der S-Bahn zum Baumschulenweg und fahrt dann mit der S47 bis Spindlersfeld. Von dort aus kommt man direkt fußläufig zum Gästeblock. Gesagt getan, nur am Baumschulenweg angekommen mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass die S47 ausfällt und die nächste erst 20 Minuten später kommt. Gut, es war noch Zeit, sollten wir doch um 14.20 Uhr in Spindlersfeld sein. Dort angekommen kein Hinweis wo es lang geht und den anderen Bayer-Fans gefolgt. Okay Stadion fußläufig entfernt, ja, aber das war ein strammer 25 Minuten Marsch. Und von wegen, man kommt direkt am Gästeblock an. Einmal ums halbe Stadion rum war angesagt.

Beim Einlass dann 30 Minuten unendliche Wartezeit. Ich habe nachher gelesen, dass es auf der anderen Seite einen Notfall gab. Dann ist das okay, aber man hätte es auch einfach mal lautstark kommunizieren können. Immerhin 15.20 Uhr im Block gewesen, also rechtzeitig.

Von den Berliner Fans habe ich ehrlich gesagt bei der ganzen Euphorie um Union mehr erwartet. Sie haben ihre Mannschaft angefeuert, aber außer dem Schlachtruf Eisern Union keine Vielfalt in den Gesängen der Einheimischen.

1:1 zur Halbzeit, das passt zu dem Tag, auch wenn Kay Havertz den Rückstand nach einem Glückstor von Gentner egalisiert hatte. Die zweite Halbzeit stand dann im wahrsten Sinne des Wortes unter Feuer. Ich will hier keine Diskussion pro oder contra Pyro führen. Aber wenn ich in den Zeitungen lese, dass das Spiel kurz vor dem Abbruch stand und die Mannschaften bei der Unterbrechung in den Kabinen waren. Hmmhhh. Jeder im Stadion hat doch gesehen, dass die Mannschaften nicht in den Kabinen waren sondern sich an den jeweiligen Bänken aufhielten.

Ehrlich gesagt hatte auch keiner im Stadion das Gefühl, dass abgebrochen wird. Aber eins ist auch klar, irgendwann muss dann auch mal mit der Pyro und den Böllern Schluss sein. Als Diaby das 2:1 machte konnte ich es nicht glauben. Und nachdem Union ausgeglichen hatte fühlte ich mich wieder wie zur Halbzeit.

Doch dann hatte die Werkself in den letzten 3+7 Minuten so viele Chancen wie im ganzen spiel zuvor. Und dann kam doch noch Karim und der Dreier.

Bei der Rückfahrt zu unserem Hotel am Alex haben wir uns dann den Fußweg nach Spindlersfeld gespart. Einfach in die nächste Straßenbahn und einige Unioner gefragt, ob die an irgendeiner S- oder U-Bahn-Station hält. Man hat uns toll weitergeholfen, Danke, und so war der Rückweg absolut unbeschwerlich.

Jetzt heißt es für die Werkself nicht lockerlassen. Mit Porto und Augsburg stehen zwei wichtige Heimspiele bevor. Noch ist die Champions League in Sichtweite, aber dazu müssen wir noch einige Defizite aus der Hinrunde wettmachen. Und wenn der Wille aus den letzten beiden Spielen nicht verloren geht, dann können wir das auch schaffen.

Sonntag, 9. Februar 2020

Gute Woche

Mit zwei Heimsiegen gegen Stuttgart und gegen Dortmund geht dann die Woche nach der Niederlage in Hoffenheim gut zu Ende.

Stuttgart war sicherlich kein schönes Spiel, aber im Pokal geht es letztendlich nicht darum zu glänzen. Du musst sehen, dass Dein Vereinsname am kommenden Sonntag im Lostopf liegt, dann bist Du weiter. Und das Bayer 04-Logo wird am Sonntag in der Trommel sein.

Der Heimsieg gegen Dortmund, die Emotionen, es war einfach nur ein Traum im Stadion mit dabei sein zu dürfen. Vor dem Spiel hätte ich mich mit einem Punkt zufrieden gegeben, nicht zuletzt weil die Dortmunder zuletzt in der Liga immer fünfmal genetzt haben und unsere Jungs eine eklatante Abschlussschwäche verzeichneten. Aber manchmal wirst du dann für Dinge belohnt, bei denen die Belohnung in den Vorwochen ausgeblieben ist. Führungstreffer für uns mit der ersten Chance, dann Rückstand, Ausgleich, Rückstand und dann die magische 81. und 82. Minute mit dem Ausgleich von Leon Bailey und dem Monsterkopfball zur Führung von El Capitano.

Jetzt heißt es auf dem Boden bleiben. Klar, feiern ist erlaubt. Nächsten Samstag geht es zu Union Berlin. Die sind anerkanntermaßen nicht ganz so heimschwach. Dann dürfen wir das gewonnene nicht wieder hergeben.