Donnerstag, 27. Oktober 2022

Verrückt

Da glaubst Du, dass das Spiel zu Ende ist, weil der Schiedsrichter abpfeift. Und dann ist doch nicht Schluss. Gott sei Danke holt Hradecky den Elfer von Atletico, aber ich frage mich ehrlich, warum dann noch Nachschüsse erlaubt sind. Es ist aber gut gegangen und wir haben zumindest weiter die Chance, nächste Woche in die Europa League einzuziehen.

Jedenfalls war es gestern bei Atletico eine deutlich bessere Leistung als in den Vorwochen. Wollen wir nur hoffen, dass dieser Aufwärtstrend in den nächsten Wochen anhält. Wir brauchen noch Punkte, da gibt es nichts zu verschenken. Irgendwie hat man auch das Gefühl, dass die Verletztenliste kürzer wird, dann stehen auf einmal ganz andere Spieler neu auf dieser Liste. Und so wird ein breiter Kader auf einmal doch relativ dünn. Da müssen wir durch und da gehen wir durch. Hoffentlich erfolgreich.

Sonntag, 23. Oktober 2022

Zusammenstehen

Wenn mein Sohn twittert: "Du bist Tabellensechzehnter, du spielst Unentschieden gegen WOB und kriegst Applaus von deiner Kurve. Was macht das mit dir?" dann beschreibt das eindrucksvoll die Situation, in der wir uns befinden.

Wichtig ist, dass wir wie gestern alle zusammenstehen, um aus der schwierigen Situation herauszufinden. Ich setze ja noch unverändert darauf, dass die Mannschaft im Wintertransferfenster ein neues Gesicht bekommt und wir in der Rückrunde dann die Abstiegsränge verlassen können. Ich weiß, die Hoffnung stirbt zuletzt, aber manchmal muss man in diesen Tagen auch ein wenig träumen dürfen. Mehr habe ich heute nicht zusagen. Und ich weiß, irgendwann kehrt auch das Glück zurück. Nur wann ist irgendwann, das frage ich mich schon seit Wochen?


Sonntag, 16. Oktober 2022

Es bleibt schwierig

Auch Mitte Oktober hat sich die Situation der Werkself trotz Trainerwechsel nicht verändert. Im Gegenteil, nach der gestrigen 5:1 Niederlage in Frankfurt hat man eher das Gefühl, dass die Mannschaft auf einem neuen Tiefpunkt angekommen ist. Klar ist es frustrierend, wenn man in den letzten 3 Spielen allein sechs Videoentscheidungen gegen sich hat, die alle gegen die Werkself gelaufen sind. Und es nützen auch wenig die immer wiederkehrenden Statements, dass man als Mannschaft zusammen halten muss und jeder für jeden einen weiteren Weg gehen muss. 

Ich bin nicht Trainer und habe keinen Einblick in das Trainingsgeschäft. Tatsache ist aber, dass es offensichtlich nicht am Trainer, sondern an der Mannschaft liegt. Am Anfang der Saison war ich noch kein Kritiker der Transferpolitik. Ich weiß nur, dass der Transfermarkt in den unteren Millionenbereichen sehr schwierig war. Insofern haben wir natürlich ein Team mit einigen Spielern, die jetzt die Kohlen aus dem Feuer holen sollen, die sicherlich mittelfristig nicht mehr auflaufen werden. 

Irgendwie bin ich trotz aller Kritik an der Katar WM froh, dass die Liga schon im November in eine längere Winterpause geht. Und die Zahl der Werkselfspieler in Katar wird nach den Leistungen der letzten Wochen eher niedrig ausfallen. Also hat der Bayer länger Zeit als sonst, sich in der Winterpause neu aufzustellen. Der Kader muss wohl oder übel neu durchgemischt werden, um auch im Training den Konkurrenzkampf stärker anzufachen. Zudem muss dringend daran gearbeitet werden, die fehlende offensive Durchschlagskraft zu erhöhen. Patrik Schick ist das beste Beispiel. Ich finde es aber richtig, ihn trotz der fehlenden Tore in den letzten Wochen weiter spielen zu lassen. Auf früh oder lang kommt der Punkt, dass er wieder netzt und dann hoffentlich auch öfter. Jede Durststrecke geht zu Ende, auch im Abstiegskampf.

Donnerstag, 8. September 2022

Es soll nicht sein

Nach dem Fehlstart in der Liga misslang Bayer 04 Leverkusen auch der Auftakt in die Champions League. Die Werkself erholte sich nicht von einem Fehler Hradeckys und verlor mit 0:1 in Brügge. 

Es soll einfach nicht sein, denn unsere Mannschaft hatte genügend Chancen einen Treffer zu erzielen und bei Brügge hatte man nicht das Gefühl, dass  die Mannschaft ein weiteres Tor nachlegt. Also wieder leere Hände und auch in der Champions League unter Druck fürs Weiterkommen. Das ist alles für das Selbstbewusstsein nicht gut.

Samstag, 3. September 2022

Viel zu wenig

Beim Heimspiel gegen Freiburg wusste Bayer selbst nicht genau, wie ihnen geschah. 45 Minuten lang hatte der SC Freiburg offensiv quasi nicht stattgefunden, sich keine einzige Chance heraus gespielt. Die Werkself schien alles im Griff zu haben - und lag kurz nach Wiederanpfiff doch hinten. Und nach dem Ausgleich schien Bayer kurz davor zu sein, doch das Spiel noch drehen zu können.

Was bleibt sind drei Heimniederlagen in Serie und hat sich damit vor Beginn der Champions League in der kommenden Woche nicht das nötige Selbstbewusstsein geholt. Die Abwehr wie ein Hühnerhaufen und die Offensive, die deutlich mehr als zwei Tore machen muss. Und gerade in den letzten Minuten gingen Bayer die Ideen und die Kraft aus, doch noch auszugleichen. 

Alles mehr als enttäuschend und ein Rückschlag. Da hilft es auch nicht zu lamentieren, dass ein Punkt gerecht gewesen wäre. Fußball ist ein Ergebnissport und so bleiben drei von 15 Punkten nach fünf Spieltagen. Zu wenig, viel zu wenig.

Samstag, 27. August 2022

Bann gebrochen?

Das war ein wichtiger Auswärtssieg, den die Werkself heute beim 3:0 in Mainz eingefahren hat. Aus einer stabilen Defensive heraus gelangen Bayer in der ersten Halbzeit drei Tore und dabei zwei, die zeigen wie richtiger Konterfußball und aggressives Vorchecking erfolgreich geht. In der zweiten Halbzeit ließ unsere Mannschaft nichts mehr anbrennen. Im Gegensatz zu den ersten Spielen stand die Defensive gut, sodass es sogar zu null zum Ende stand.

Nichtsdestotrotz ärgern die beiden gelb-roten Karten für Hincapie und Bakker, wobei insbesondere die zweite völlig überflüssig war. Disziplin ist also das, was die Mannschaft in den nächsten Wochen dringend verbessern muss. Heute ist es gut gegangen, aber das muss nicht immer der Fall sein.

Insgesamt überwiegen aber heute Abend die positiven Aspekte. Und nächste Woche gegen Freiburg bauen wir auf dem auf, was heute schon besser lief als in den zurückliegenden Wochen.

 

Sonntag, 21. August 2022

Sprachlos

Nie war der Name dieses Blogs mehr Programm als in diesen Tagen. Vier Niederlagen in Serie und zu Beginn einer Saison lassen einem Tiefpunkt den nächsten folgen. Das Heimspiel gegen Hoffenheim hat deutlich die Verunsicherung der Mannschaft gezeigt.

Die Mängelliste war am Samstag lang. Scheiterte Bayer in Dortmund und gegen Augsburg "nur" an her geschenkten Gegentreffern und einer desaströsen Chancenverwertung, so präsentierte die Werkself beim 0:3 gegen Hoffenheim vor allem vor der Pause eine komplette Palette des Versagens. Technisch über weite Strecken erschreckend fehlerhaft, zweikampftechnisch vor allem bei den Gegentreffern nicht anwesend, mit schlechter Positionsbesetzung und ideenlos in der Offensive sowie verschlafen und inkonsequent in der Defensive, in der Bayer vieles anbot und wenig bis nichts unterband.

Mehr gibt es heute nicht zu sagen.