Was war das bitte für ein Spiel?! Manch einer mag es vielleicht mit einem epischen Hollywood-Drehbuch vergleichen – nur dass dieses Skript wohl selbst in der Traumfabrik als zu übertrieben durchgewunken worden wäre. 3:1 hinten in Stuttgart, kaum noch Zeit auf der Uhr, und dann? Die Werkself schüttelt sich, holt den Hammer raus und nagelt mit einem Last-Minute-Sieg ein weiteres Kapitel in die Geschichtsbücher. Und wieder einmal heißt der Regisseur dieser Showdown-Inszenierung: Patrik Schick!
Aber fangen wir von vorne an. Wer die erste Halbzeit gesehen hat, musste sich ernsthaft fragen, ob Bayer 04 vergessen hat, dass am Sonntagabend tatsächlich Bundesliga gespielt wird. Stuttgart presste mit Volldampf, Demirović schob früh ein, und während wir noch damit beschäftigt waren, uns über unsere eigene Passivität zu ärgern, lag das Ding nach dem Seitenwechsel plötzlich 0:2. Stimmung? Im Keller. Hoffnung? Minimal. Doch dann geschah das, was diese Mannschaft unter Xabi Alonso so besonders macht: Sie lässt sich nicht abschreiben. Nie.
Frimpong – natürlich Frimpong! – zündete die Rakete zum 1:2, aber kaum hatten wir kurz gejubelt, flog uns das nächste Eigentor um die Ohren. Granit Xhaka, sonst Turm in der Schlacht, half den Stuttgartern mit einem unglücklichen Abpraller. Der alte Zwei-Tore-Rückstand war also wieder da, und spätestens jetzt war klar: Wer einen schwachen Magen hat, sollte mit dieser Bayer-04-Saison besser vorsichtig sein. Doch genau da kam die Werkself in ihren absoluten Lass-das-mal-unser-Problem-sein-Modus.
Hincapié donnerte nach einer Ecke zum 2:3 ein – man spürte plötzlich die Energie! Stuttgart wankte. Boniface kam ins Spiel und machte das, was er am besten kann: Chaos stiften. Ein flacher Pass in den Fünfer, ein Stuttgarter Fuß, und das Leder zappelte im Netz. 3:3! Jetzt gab es kein Halten mehr. In der Kurve pure Ekstase, auf dem Platz nur noch Angriff. Und dann: 90.+4. Flanke Frimpong. Kopfball Schick. Toooooor! Wahnsinn! Absurder Wahnsinn!
Es war ein Spiel, das alles hatte. Rückschläge, Comeback-Mentalität, Eigentore, Emotionen – und natürlich diesen einen Magic Moment, wie Xabi Alonso ihn später nannte. Und es war wieder einmal ein Beweis, dass Bayer 04 in dieser Saison etwas ganz Besonderes ist.
Und jetzt? Länderspielpause. Gut für die Nerven. Aber wenn die Jungs zurückkommen, wissen wir: Diese Saison ist noch lange nicht vorbei – und Bayer 04 hat noch ein paar Kapitel in petto.
Montag, 17. März 2025
Schick’sches Gesetz: In der Nachspielzeit regelt Bayer 04!
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen