Dienstag, 27. Juni 2017

Junge Horde mit Anführer


Am Ende der vergangenen Saison waren wir uns doch glaube ich alle und einheitlich darüber im klaren, dass es so nicht weitergehen kann. Insofern heißt es für die Kaderplaner doch eindeutig, Veränderungen im Gefüge vorzunehmen. Wenn ich mir jetzt in einigen sozialen Medien die Beiträge angucke und den Abgesang auf die nächste Saison, nur weil einige Leistungsträger uns verlassen wollen, dann kann ich nur sagen: Das ist nicht meine Meinung.

Es liegt in der Natur der Sache, dass Spieler kommen und gehen. Das ist auf der ganzen Welt so. Wenn Kevin Kampl jetzt erneut den Verein verlassen wird, dann sollten wir erstmal "Danke Kevin" sagen. Ich habe die Szene vom 1:0 in Wembley gegen Tottenham direkt vor unserer Kurve noch genau im Auge. Und Kevin war wirklich einer, der sich in jedem Spiel abgestrampelt hat. Leider muss man aber auch nüchtern feststellen, dass seine Defensivleistung in Schulnoten bewertet manchmal nicht ausreichend war. Kritiker haben in der vergangen Saison ja schon mehrfach bemängelt, dass er das Spiel zu sehr an sich reissen würde. Ich habe fairerweise auch zuerst gedacht "völliger Quatsch", dann aber bei genauerer Betrachtung auch feststellen müssen, dass da was dran ist.

Wenn es nach mir geht, dann steht weitere Verjüngung ganz klar auf der Agenda. Havertz, Henrichs, Danger, Bailey, im nächsten Jahr auch noch Julian Brandt  (um nur einige zu nennen) und vor allem auch Vladen Yurchenko, das werden die Stützen sein. Da wird es uns als Zuschauern auch im Stadion wieder möglich sein, gute Spiele zu sehen. Mal ganz ehrlich, bis auf Bayern und Dortmund war doch letztes Jahr jedes Heimspiel grottelig. Die BayArena muss wieder zur Festung werden, dann rutscht du allein rechnerisch schon unten nicht rein.

Natürlich braucht die junge Horde auch Anführer, ohne geht es leider nicht. Ich setze da ganz stark auf einen wiedergenesen Lars Bender und unseren Fußballgott Kieß. Und nicht zu vergessen Heiko als Trainer, der seinen Job schon meistern wird. Da bin ich sicher. Und irgendwie freue ich mich schon heute auf die neue Saison, auch wenn der Spielplan erst am Donnerstag veröffentlicht wird.

Freitag, 9. Juni 2017

Warten hat sich gelohnt: Good luck Heiko

Nachdem sich heute morgen die Gerüchteküche verdichtet hat, ist es jetzt offiziell. Heiko Herrlich wird neuer Cheftrainer bei uns. Sicherlich keine Topwahl, aber ich finde ganz klar eine gute. Als Spieler hat er bei uns immer alles gegeben und er ist sicherlich auch ein Verfechter des offensiven Fussballs.

Diejeinigen, die heute meckern und sagen, er hat keine Bundesligaerfahrung sei nur entgegengehalten, er hat mehr Bundesligaerfahrung als Spieler als viele viele andere. Ich bin zuversichtlich, dass der Bayer in der nächsten Saison mit einer attraktiven Spielweise richtig wieder in die Liga zurückfindet.

Jetzt kann die Kaderplanung richtig beginnen. Das Warten hat sich gelohnt.

Montag, 22. Mai 2017

Der Blick muss und wird nach vorne gehen

Es war total cool in Berlin. Die große Bayergemeinde hat den Verein bedingungslos unterstützt und die Mannschaft zum Sieg getrieben. Mit welch einem guten Gefühl konnte man nach dem 6:2 das restliche Wochenende in Berlin verbringen. Erstaunlich zu was die Mannschaft in der Lage ist, wenn sie ohne Druck einfach nur spielen muss.

Klar fragt man sich warum nicht die ganze Saison so, warum erst jetzt?

Auch wenn jetzt nicht mehr Fußball gespielt wird, die Saison ist denke ich noch nicht vorbei: Aufarbeiten des Erlebten und die Zukunft positiv gestalten, das sind die Themen der kommenden Tage und Wochen.

Offensichtlich sieht es so aus, dass Michael Schade und Rudi Völler bleiben dürfen. Auch wenn ich mich vehement in den zurückliegenden Wochen für einen Wechsel ausgesprochen habe, so kann ich nach dem Saisonende, wo ich etwas ruhiger bin, irgendwie doch damit leben. Und das ist kein Einknicken gegenüber früheren Positionen. Es gibt jedoch eine mehr als wichtige Hausaufgabe für uns zu lösen: Das Zerwürfnis zwischen Fans und Führung MUSS ad acta gelegt werden. Wie wichtig wir, die Fans, für die Unterstützung der Mannschaft sind, hat man glaube ich eindrucksvoll zu Hause gegen Köln und in Berlin gesehen.

Und jetzt muss schnell die Trainerfrage geklärt werden. Ich spekuliere da nicht mit. Ich vertraue auf die Handelnden. Punkt. 
 


Samstag, 13. Mai 2017

Ich kann wieder lachen

Endlich, dass man nach einem Bundesspiel mal wieder lachen kann. Natürlich haben wir nicht gewonnen, aber mit dem 2:2 nach Rückstand gezeigt, dass wir Moral haben.

Nachdem wir den Klassenerhalt (mein Gott, was für ein Wort) sicher haben, da kann es jetzt ja losgehen mit dem Aufräumen. Vorher fahren wir nach Berlin - ohne Druck, nur Spasss haben.

Sonntag, 7. Mai 2017

Lachen oder weinen

Auch 24 Stunden nach dem - realistisch betrachtet - eher nüchternen 1:1 in Ingolstadt weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

War es das Rotieren was mich schon vor dem Anpfiff in Schockstarre versetzt hat? Auf der einen Seite ja, auf der anderen Seite kannst Du natürlich nicht die gleiche Truppe bringen, die gegen Schalke versagt hat. Vielleicht war die Bank für Chica und Bellarabi auch nur ein Zeichen, diese Woche im Training als Führungsspieler noch mehr Gas zu geben.

Ich mach die berühmten drei Kreuze, wenn die Saison (hoffentlich auf niedrigen Niveau erfolgreich) zu Ende ist. Irgendwie habe ich in den letzten zwanzig Jahren nie so sehr das Saisonende herbeigesehnt wie jetzt. Und was hatte ich eine Euphorie vor der Saison. Nie hätte ich gedacht, dass unser Sieg in Wembley im November - a magic night - einer von wenigen Höhepunkten bleiben sollte.

Die aktuellen Interviews nehme ich sowieso nicht ernst, da wird mir zuviel hineingedichtet. Das können wir alles, nee müssen wir alles, nach der Saison aufarbeiten. Das wird auch der Fall sein, auch wenn es nicht jedem gefallen wird. Aber das gehört dann auch zum Alltag.

Freitag, 28. April 2017

Jetzt bloss ruhig und sachlich bleiben

Natürlich hat ernsthaft keiner von uns mit dieser Situtation gerechnet. Nüchtern betrachtet Abwehr bis zur Auswechslung von Toprak ein Hühnerhaufen und unseren Stürmern fehlt das Selbstvertrauen, um erfolgreich zu netzen.

So eine derbe Niederlage MUSS aber zum Handeln zwingen und nochmal ein neuer Trainer installiert werden. Eine knappe Niederlage oder ein Gegurke hätte den Druck auf die Handelnden sicherlich nicht so aufgebaut wie jetzt. Dass wir nach der Saison Tacheles reden müssen und ALLES in Frage stellen müssen ist klar. Aber in den nächsten drei Wochen heißt es einfach nur ruhig und sachlich bleiben.
Natürlich haben einige junge Spieler auch heute absolut unter ihrem Können gespielt. Kritik mag berechtigt sein, ist aber leider jetzt nicht zielführend. Selbstvertrauen zurückholen MUSS die Devise sein.
#zusammenhalten #daumendruecken #ernstfallvermeiden

Montag, 24. April 2017

Blutleer hoch zwanzig

Nach dem Spiel in Freiburg - und eigentlich nicht erst heute - muss man feststellen, dass sich gar nichts zum Besseren geändert hat. Die Abwehr ist ein Hühnerhaufen und unsere Stürmer eigentlich nur ein Schatten ihrer selbst. Das fehlende Selbstbewußsein spürt man an allen Ecken und Enden.

So hart das klingt, aber an dieser Stelle kann nur ein nochmaliger Trainerwechsel helfen, ansonsten stehen Sandhausen und Aue auf dem Spielplan. Und das will doch wirklich keiner, auch wenn mir zugegebenermaßen diese Stadien im Groundhopping fehlen. Das krieg ich auch anders gelöst, da muss ja nicht die Werkself spielen.

Leidenschaft ist das was uns im Bayern-Spiel ausgezeichnet hat. Ein Spiel hat zwei Halbzeiten und in jeder muss man Dampf geben. Man kann nur mit Glück drei Punkte holen, wenn man nur in einer der Halbzeiten als Teilzeitkraft auf dem Platz steht.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Jetzt heißt es #zusammenstehen.

Lasst uns die Saison wie auch immer positiv zu Ende bringen. Und dann MUSS aber alles neu werden.

In guten wie in schlechten Zeiten - und tut es noch so weh- werden wir Dich begleiten: UNSEREN SVB.